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SEEREISEN EINMAL ANDERS

Reisen mit Forschungs- und Expeditionsschiffen


Polarreisen auf Forschungsschiffen

Forschungsschiffe übernehmen auf den Weltmeeren vielfältige Forschungsaufgaben wahr, wozu sie wissenschaftliche Labore an Bord haben müssen, um viele Aufgabenbereiche in den verschiedenen Disziplinen erledigen zu können, z.B.:



Hierbei hat sich international eine Klasseneinteilung entsprechend der Fahrtbereiche durchgesetzt.

Schiffe, die auf allen Weltmeeren eingesetzt werden können, müssen dabei folgende Mindestanforderungen erfüllen:


Schiffe, die lediglich einen Ozean befahren – aus europäischer Sicht z.B. den „Nordatlantik“ – müssen folgende Anforderungen erfüllen:


 

MS Polarstern

Als Beispiel hierfür gilt das Forschungs- und Versorgungsschiff „Polarstern“, das Platz für

44 Mann Besatzung und maximal 70 Fahrgäste hat– vorwiegend Wissenschaftler aus allen Bereichen und aller Herren Länder.


Den Wissenschaftlern stehen entsprechende „Labore“ und „Arbeitsräume“ zur Verfügung, die bei Bedarf durch Laborcontainer erweitert werden können. Außerdem wird sehr viel

Stau- und Lagerraum benötigt


Die „Polarstern“ ist zwar kein eigentlicher Eisbrecher, auch wenn sie als Eis brechend eingestuft wird, trotzdem sind Eisschollen von 1,5 Meter Dicke keine Hürde, da sie dickerem Eis durch Rammen zu Leibe rückt.



Polarreisen mit Expeditions- und/oder Kreuzfahrtschiffen

Expeditionsschiffe, die auch als Kreuzfahrtschiffe eingesetzt werden, zeichnen sich durch besondere Eigenschaften aus, die es ermöglichen, spezielle Kreuzfahrtregionen zu befahren.

 

Durch eine hohe „Eisklasse“ sind entsprechend konstruierte Schiffe besonders für

„Expeditionen“ in die „Polar-Regionen“ geeignet.


„Expeditionen“ auf diesen Kreuzfahrt ähnlichen Schiffen zeichnen sich zudem oft dadurch aus, das neben den Passagieren an Bord auch eine Reihe von Wissenschaftlern die Reise wissenschaftlich begleiten.

So sind die Expeditionsschiffe die eigentlichen „Entdecker“ unter den Kreuzfahrtschiffen.


Da es sich im allgemeinen um kleine Expeditionsschiffe handelt, gibt es jeweils nur eine begrenzte Anzahl von verfügbaren Plätze für mitreisende Passagiere an Bord, so dass die Passagekosten entsprechend hoch kalkuliert sind.

 

Fahrtgebiete

Unter „Polargebiete“ versteht man Regionen der Erde, die sich zwischen den Polen und den zugehörigen Polarkreisen befinden. Dies wird auch als das „ewige Eis“ bezeichnet.

Für das vom Golfstrom erwärmte Gebiet Nordnorwegens trifft dies allerdings nicht zu.  

 

Der nördliche Polarkreis umfasst die „Arktis“, in deren Zentrum das „Nordpolarmeer“ liegt. Der südliche Polarkreis umfasst die „Antarktis“, die hauptsächlich den KontinentAntarktika“ mit einschließt.


Die „Arktis“ ist allerdings kein klassisches Kreuzfahrtgebiet, denn nur wenigen Spezialschiffen wie z.B. Eisbrechern, Forschungs- und Expeditionsschiffe ist es möglich, diese Region überhaupt zu befahren.


Ziele in der Arktis sind „Grönland“, „Spitzbergen“, die „kanadische Arktis“, „Sibirien“ und „Franz Josef Land“, wobei einige Gebiete davon eher selten befahren werden und somit zählen diese Reisen noch zu den wirklich letzten Abenteuern dieser Welt.


Mit dem Eisbrecher zum Nordpol

Mit Atomeisbrechern russischer Bauart kann man sogar direkt bis zum Nordpol vordringen.

 

So ist der Atomeisbrecher „50 Let Pobedy“ (50 Years of Victory) der stärkste Eisbrecher, der je gebaut wurde und dabei vergleichsweise komfortabel ausgestattet ist.


Fauna und Flora

Die arktischen Landschaften haben ihren eigenartigen Reiz und man ist immer wieder von der seltenen Schönheit fasziniert und besonders begeistert, wenn man Bären, Wale, Seevögel aller Art in unmittelbarer Nähe bestaunen kann.

Aber auch seltene Gräser und Pflanzen sowie Gletscher und Fjorde gehören zu den Höhepunkten einer Arktis-Reise und da die meisten Schiffe mit Beibooten (Zodiacs) ausgestattet sind, ist ein Ausflug auch zu den Einwohnern der Inuit ein wesentlicher Bestandteil von Arktis-Reisen.



Reisezeit

Nicht umsonst bezeichnet man die „Nordpolar-Region“ auch als „Land der Mitternachtssonne“, so dass Reisen in diese Region hauptsächlich von Mitte Juni bis Anfang September stattfinden.


Eisklassen der Expeditions- und/oder Kreuzfahrtschiffe

Alle Schiffe, die für den Einsatz in polaren Gewässern konzipiert sind, verfügen über eisverstärkte Rümpfe, deren Eisfestigkeit als „Eisklasse“ bezeichnet wird.


Anmerkung

Als Faustformel gilt, dass Eisbrecher und Forschungsschiffe höhere Eisklassen besitzen als Kreuzfahrtschiffe.

Aber auch in dieser Kategorie gibt es Schiffe mit sehr hoher Eisklasse.


Bei nachfolgenden Expeditionsschiffen, auf denen auch Passagiere mitfahren können, gehören unter Kennern u.a. die Kreuzfahrtschiffe „Bremen“, „Hanseatic“ (beide „Hapag-Lloyd“) und die „Fram“ („Hurtigruten“) zu den Arktis tauglichen Kreuzfahrtschiffen mit „hohem Komfort“.


MS Bremen

Dank ihrer Eisklasse „1AS“ ist die „MS Bremen“ für Fahrten in die Polarregionen bestens geeignet und erlaubt ein tiefes Eindringen in das Packeis und ein besseres Annähern an imposante Steilhänge aus Eis.

Die „MS Bremen“ gehört der deutschen Reederei „Hapag Lloyd“ und sie verbindet Komfort mit Natur auf höchstem Niveau.

Alle 80 Außenkabinen und 2 Suiten sind sehr geschmackvoll eingerichtet und verfügen über jeglichen Komfort.

An Bord gibt es eine Flotte von „Zodiacs“, die es erlaubt, unabhängig von ziviler Infrastruktur in der Natur Anlandungen oder Ausfahrten zu machen.


MS Fram

Die erst 2007 in Dienst gestellte „Fram“ wurde nach dem Polarschiff des berühmten Entdeckers „Fridjof Nansen“ benannt und ist das jüngste Schiff der norwegischen Hurtigrutenflotte.

Mit höchster Eisklasse und modernsten technischen Standards, wie der neuesten Entwicklung von Stabilisatoren, wurde sie speziell für den Einsatz in den Polarregionen der Arktis und Antarktis konzipiert.

Ein sportlich-legeres Ambiente, die internationale Atmosphäre und eine gemütliche Inneneinrichtung im skandinavischen Stil zeichnen sie ebenso aus, wie weitläufige Decksflächen und ein großzügiger Panorama-Salon.


Auch auf diesem Schiff gibt es eine Flotte von „Zodiacs“, die es erlaubt, unabhängig von ziviler Infrastruktur in der Natur Anlandungen oder Ausfahrten zu machen.


MS Hanseatic

Eine 125-köpfige Crew sorgt für das Wohlergehen von maximal 184 Gästen, die mit der „Hanseatic“ die „Arktis“ oder „Antarktis“ entdecken können, da sie für Polarreisen mit der höchsten „Eisklasse E4“ für Passagierschiffe ausgestattet ist.


Ob in „Alaska“ auf der legendären „Inside Passage“ oder auf einer „Expedition Wissen“ in Asien, erleben die Passagiere auf dem weltweit einzigen Expeditionsschiff mit „5 Sternen“ die Verbindung von echtem Abenteuer und außergewöhnlichem Komfort.


Auch hier gibt es eine Flotte von „Zodiacs“ an Bord, die es erlaubt, unabhängig von ziviler Infrastruktur in der Natur Anlandungen oder Ausfahrten zu machen.



Anmerkung

Der Autor legt Wert darauf festzustellen, dass die Auswahl der Reiseanbieter im wesentlichen nach alphabetischen Gesichtspunkten erfolgte und nicht nach Leistungsfähigkeit der einzelnen Reiseanbieter.


Auch stellt die Auflistung keine Garantie für die Vollständigkeit der am Markt befindlichen Anbieter dar.


Quellen

Selbstdarstellung der jeweiligen Polarreisen-Anbieter



Seereisen einmal anders