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Einleitung

Vor Ihnen liegt mein Tagebuch, in dem ich über meine Reisen zu den drei bedeutendsten Pilgerzielen des christlichen Mittelalters - nach Rom, Santiago de Compostela und Jerusalem berichte.

Meine Berichte über den Jakobsweg stellen eine ergänzende Variante zu der bereits zahlreich auf dem Markt befindlichen Pilger-Literatur dar. Über die Via Francigena (Frankenweg) nach Rom sowie Jerusalem ist jedoch kaum entsprechende Literatur verfügbar.

Eine Wanderung auf der Via Francigena (Frankenweg) ist sozusagen noch ein Geheimtipp, da man auf dieser Pilgerroute - im Gegensatz zum Jakobsweg - kaum Pilger antrifft und sich dort noch als "Pionier" fühlen kann.

Neben der Schilderung von Eindrücken und Erlebnissen auf meinen Pilgerreisen -

2.300 Kilometer auf dem Jakobsweg, 1.500 Kilometer auf der Via Francigena quer durch Europa sowie nach Jerusalem - gebe ich ergänzende Hintergrundinformationen für den Pilgeralltag und mache praktische Vorschläge für die Reisevorbereitung.

Auch gehe ich der Frage nach: "Wer sind die heutigen Pilger"?  

Meine persönlichen Beweggründe für diese Pilgerreisen waren, wie bei vielen Pilgern auch, sehr vielfältig: Unter anderen Neugierde, sportlicher Ehrgeiz, kulturhistorisches Interesse und der Wunsch, Land und Leute kennen zulernen, weniger religiöse Motivation.

Auch wenn ich es vorziehe, alleine zu wandern, so war es hin und wieder ein Bedürfnis für mich, Kontakte zu anderen Pilgern zu suchen, die ich unter anderem auch nach ihren Beweggründen für ihre Pilgerreise befragte.

Die Gespräche mit Pilgern aus verschiedenen Ländern und Kulturkreisen - die Verständigung fand meistens in englischer Sprache statt - waren für mich sehr lehrreich.  


Gedanken- und Wissensaustausch früher

War man im Mittelalter insbesondere auf der Suche nach dem Seelenheil sowie der Hoffnung auf Ablass von den Sünden, so war es andererseits auch nicht ungewöhnlich, dass Pilger ihre Wanderung mit Handel und Wissensübermittlung verbanden. Es gab auch Austausch von Wissen, z.B. über besondere Rezepturen, oder von  Saatgut, das die Pilger in ihre Heimat mitnahmen.


Gedanken- und Wissensaustausch heute

Heute kann man auf der weltumspannenden Kommunikationsebene z.B. mit Hilfe des Internets, in der Raum und Zeit kaum noch eine Rolle spielen, Gedankenaustausch und Wissenstransfer natürlich auf ideale Weise betreiben.

Auf den Pilgerwegen findet dagegen ein direkter und persönlicher Gedankenaustausch statt - mit zwischenmenschlichen Beziehungen, mit Gefühlen und Emotionen.

Das Pilgern kann auch zur Selbstfindung und zum Schöpfen neuer Energien beitragen sowie dem Erfahren der spirituellen Kraft dieser kulturhistorischen Wege.


Hinweg - Rückweg

Im Mittelalter wanderte man von zu Hause aus  und natürlich den gleichen Weg wieder zurück - Verkehrsmittel für An- und Abfahrt zu den jeweiligen Kreuzungspunkten der Wege gab es nicht.

Aber diese Wanderungen mit ihren vielen Entbehrungen und Mühen waren ja auch Teil der Buße.

Wo man heute seine Wanderung beginnt, entscheidet jeder Pilger für sich selbst. Entweder er wandert von zu Hause aus - wie ich in mehreren Etappen - oder entscheidet sich aus zeitlichen Gründen nur für ein oder mehrere Teilstücke.

Doch es ist unbestreitbar, dass die Wanderung auf dem Jakobsweg oder auf der

Via Francigena auch heutzutage noch körperliche Strapazen bedeutet und für manchen eine physische Grenzerfahrung darstellt.

So hoffe ich, dass ich Sie, lieber Leser, mit diesem Buch für eine Pilgerreise begeistern kann.

In diesem Sinne ein herzlicher Pilgergruß!


Hans Dieter Boelicke