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Die heutigen Pilger


Beweggründe früherer Pilger

Die Beweggründe der Pilger im Mittelalter, zum Grabe des Apostels Jakobus zu pilgern, waren im wesentlichen die Suche nach dem Seelenheil und Ablass von den Sünden.

Darüberhinaus gab es so genannte Auftrags- oder Delegationspilger, die für andere Menschen pilgerten – nicht nur aufgrund von testamentarischen Verfügungen sondern auch für Lebende.

Zahlreiche Pilger sind auch zwangsweise aufgebrochen, um mit ihrer Pilgerfahrt ein Vergehen zu sühnen – auch Strafwallfahrten gab es.


Gründe für Pilgerfahrten waren auch:

· Pilgern in der Hoffnung auf wunderbare Heilung

· Pilgern zur Buße oder aus Reue

· Pilgern zur Erfüllung eines Gelübdes

· Pilgern zur Heiligenverehrung

· Pilgern zur Sinnsuche

· Pilgern als Bildungsreise

· Pilgern aus Abenteuerlust

· Pilgern als Händler und Handwerker


Beweggründe der heutigen Pilger

Auch heute hat jeder Pilger seine individuellen Beweggründe, eine sogenannte Pilgerreise zu unternehmen.

Neben religiösen Gründen, wie sie schon die Pilger in früheren Jahrhunderten hatten, suchen andere nach Möglichkeiten der Selbsterfahrung, der Selbstbesinnung oder nach einer neuen Spiritualität. Auch das Erleben der Natur, das Kennenlernen anderer Menschen sowie die Beschäftigung mit der Kultur können Beweggründe sein.

Für wieder andere ist es eine Herausforderung und Selbstbestätigung ihrer körperlichen Kondition.

Die Wanderung kann auch der Bewältigung besonderer Lebenskrisen dienen, z.B. ein Todesfall, eine Trennung zu überwinden, der Übergang in den Ruhestand, oder die Klärung eines familiären oder persönlichen Problems.


Die öffentliche Statistik weist zwar einen hohen Prozentsatz für

· religiöse

· religiös-kulturelle und

· kulturelle

Motive aus. Aber in Wirklichkeit sind die Beweggründe vielschichtiger und bestehen meistens aus einer Kombination von mehreren.

Ich hatte auf meiner Wanderung nach Santiago de Compostela Gelegenheit, mit anderen Pilgern über ihre Beweggründe zu sprechen.


Die Reihenfolge der nachfolgenden Motive ist rein willkürlich.


Welche der in vielen Gesprächen ermittelten Gründe jeweils der Wahrheit entsprechen, bleibt dabei trotzdem das Geheimnis jedes Einzelnen.

· Reiseerlebnis

· Urlaub

· Freizeitbeschäftigung

· Wanderlust

· Beschäftigung mit Kultur und Geschichte

· Interesse an Kultur und Geschichte

· spirituelle Erfahrung

· mystische Erlebnisse

· sportliche Herausforderung

· Neugierde befriedigen

· Land und seine Menschen kennenlernen

· Erleben der Natur

· Bildungsreise

· Selbstfindung

· Sinnsuche

· Selbsterfahrung

· Selbstbestätigung

· Suche nach sich selbst

· Suche nach Einsamkeit

· Suche nach Erinnerungen

· Suche nach innerer Einkehr

· Suche nach Inspiration

· Abstand vom Alltag gewinnen

· Lebenskrisen bewältigen

· Schicksalsschläge meistern

· Krankheiten überwinden

· Gesundheit erhalten oder erhoffen

· Hoffnung auf wunderbare Heilung

· Erfüllung eines Gelübdes

· Suche nach Geheimnissen

· Suche nach der Vergangenheit

· Herausforderungen meistern

· Abbitte tun

· Dankbarkeit bezeugen

· Völkerverbindende Begegnungen erleben


Zahlen über die Pilgerbewegung

Nach Santiago de Compostela führt ein ganzes Wegesystem quer durch Europa und vereinigt sich über vier Hauptwege in Puente la Reina in Spanien zu einem einzigen Weg (siehe Europäische Jakobswege).

Dieser „Haupt“-Jakobsweg oder Camino – Camino ist spanisch für Weg – ist ca. 770 Kilometer lang, beginnt in St.-Jean-Pied-de-Port (Frankreich) bzw. Roncesvalles (Spanien) und endet in Santiago de Compostela.(Galizien).

Die Statistik weist aus, dass z.B. im Jahr 2003 über 20% der Pilger den gesamten Jakobsweg in Spanien von St.-Jean-Pied-de-Port bzw. Roncesvalles bis Santiago de Compostela zurücklegten.

Wobei offen ist, ob zusammenhängend oder in Etappen. Oder ob die Pilgerreise schon von zu Hause aus angetreten wurde.

Die überwiegende Zahl der Pilger bewältigte ganz sicher nur den letzten Teil des Pilgerweges, z.B. von Burgos, Pamplona oder León aus – wahrscheinlich meist aus Zeitmangel.

Pilgerzeiten

Folgende Statistik aus dem Jahr 2003 zeigt, wie sich die Pilgerzahlen prozentual auf die Monate verteilen.

· April = 6 %

· Mai = 10 %

· Juni = 12 %

· Juli = 22 %

· August = 29 %

· Sept. = 14 %

· Okt. = 7 %


Die Hauptpilgerzeit ist naturgemäß in den Ferienmonaten Juli und August. (Zu empfehlen ist, diese Monate möglichst zu meiden!)