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Geschichtsdaten


Um 44

stirbt in Jerusalem der Apostel Jakobus den Märtyrertod. Nach der Legende gelangt sein Leichnam auf wundersame Weise nach Spanien (Galizien) und wird hier beigesetzt. Sein Grab gerät aber in Vergessenheit.


734

Die Mauren – europäische Bezeichnung für Araber Nordafrikas – erobern Galizien und besetzen nach und nach ganz Spanien.


778

Karl der Große führt nach einer Traumdeutung erfolglos einen Feldzug nach Nordspanien. Auch die Nachhut unter seinem Gefolgsmann Roland wird von den Basken in Roncesvalles zurückgeschlagen.


829

In Galizien wird ein Grab in einem Gräberfeld entdeckt. Die Gebeine hält man für die des Apostel Jakobus. Das Feld erhält den Namen campus stellae (Sternenfeld), da der Entdecker angeblich von den Sternen dorthin geleitet wurde. Jakobus heißt auf Spanisch San Jacobo, auch „Santiago“ genannt.


834

Jakobus wird zum Patron Spaniens erklärt. Die Rückeroberung Spaniens (Reconquista) durch die Christen nimmt weiter ihren Lauf. Das Grab des Apostels wird zum Symbol des christlichen Kampfes gegen den Islam. Aus dem ganzen christlichen Europa kommen Pilger dorthin.


844

Asturien besiegt die Mauren. Eine Legende besagt, dass Jakobus auf einem Pferd erschienen sei, um den Christen beizustehen. Er wird als überirdischer Maurentöter angesehen. Die Kirche von Santiago de Compostela wird aufgrund der großen Pilgerzahl erweitert.


Ab 900

Die Grabfindungslegende wird in ganz Europa verbreitet.


951

Der ausländische Jakobspilger Bischof Godeschalk aus Le Puy wird erstmalig erwähnt.


1078

Beginn des Baus der heute noch erhaltenen Kirche von Santiago aufgrund der großen Pilgermassen. Bis ins 15. Jh. wird die Wallfahrt zum Grab des Heiligen Jakobus zu einer Massenbewegung.


Um 1140

Der Codex Calixtinus wird erstellt, der auch einen Reiseführer für Jakobspilger enthält.


1190

Gründung des Deutschherrenordens in Palästina, der in der Folge zahlreiche Pilgerhospize unterhält.


Um 1214

Franz von Assisi pilgert nach Santiago.


Um 1230

Galizien geht nach Ende der maurischen Herrschaft an Kastilien.


1300

Ausrufung des Ersten Heiligen Jahres, d.h. der Geburtstag des Heiligen Jakobus – 25. Juli – fällt auf einen Sonntag.


1495

Der deutsche Pilgerführer Die Walfahrt und Straß zu sant Jakob von Hermann Küng von Vach wird veröffentlicht.


16. Jh.

Die Pilgerfahrten hören nach und nach auf. Die Reformation ändert die Geisteshaltung der Menschen. Wegen der Gefahr der Plünderung Santiagos werden die Gebeine versteckt und geraten wieder in Vergessenheit.


1879

Die Reliquien des Heiligen Jakobus in der Apsis – hinter dem Hochaltar – der Kirche von Santiago werden bei Baumaßnahmen wieder entdeckt.


1884

Die Reliquien des Heiligen Jakobus werden durch Papst Leo XIII. in der Bulle vom 1. November für echt erklärt.


Nach 1945

Die Pilgerbewegung erwacht erneut.


1982

ist wieder ein Heiliges Jahr – und die Pilgerzahl erhöht sich stark. Fast 2.000 Pilger zählt Santiago de Compostela in diesem Jahr.


1985

Santiago de Compostela wird zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.


1987

Der Europarat erklärt die Pilgerwege nach Santiago zur Europäischen Kulturroute.


1993

Die UNESCO erklärt den Hauptweg in Spanien (Camino Francés) und


1998

die wichtigsten Hauptwege durch Frankreich zum Weltkulturerbe.


2004

ist wieder Heiliges Jahr – und in diesem Jahr kommen 174.000 Pilger

nach Santiago.


2010

wird wieder ein Heiliges Jahr sein. Dann rechnet man mit bis zu 10 Millionen

Touristen und Pilgern.