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2.300 km auf dem Jakobsweg

In meinen Tagebuchaufzeichnungen schildere ich nicht nur Eindrücke und Erlebnisse meiner 2.300 km langen Pilgerwanderung quer durch Europa, sondern gebe auch ergänzende Hintergrundinformationen über den Pilgeralltag sowie praktische Vorschläge für die Reisevorbereitung.

Auch gehe ich der Frage nach: „Wer sind die Pilger von heute“? sowie dem Grund des seit einigen Jahren enormen Aufschwungs der Pilgerbewegung.

Meine persönlichen Beweggründe für eine solche Pilgerreise waren, wie bei vielen Pilgern auch, sehr vielfältig.

Meine waren unter anderen Neugierde, sportlicher Ehrgeiz, kulturhistorisches Interesse und der Wunsch, Land und Leute kennen zu lernen.

Da ich ohne Begleitung gewandert bin, was für mich durchaus von Vorteil war, hatte ich doch von Zeit zu Zeit das Bedürfnis, Kontakte zu anderen Pilgern zu suchen, die ich u.a. dann nach ihren persönlichen Beweggründen für diese Pilgerwanderung befragte.

Das Kennenlernen von Pilgern aus verschiedenen Ländern und Kulturkreisen – die Verständigung fand meistens in englischer Sprache statt, der die meisten Pilger mächtig waren – war für mich ein besonderes Pilgererlebnis.


Gedanken- und Wissensaustausch früher

War man im Mittelalter insbesondere auf der Suche nach dem Seelenheil sowie der Hoffnung auf Ablass seiner Sünden, so war es andererseits nicht ungewöhnlich, dass Pilger ihre Wanderung mit Handel und Wissensübermittlung verbanden. Auch fand ein Austausch von Wissen statt, z.B. über besondere Rezepturen, oder auch von Saatgut, das die Pilger in die Heimat mitbrachten.


Gedanken- und Wissensaustausch heute

Heute kann man auf der weltumspannenden Kommunikationsebene des Internets, in der Raum und Zeit kaum noch eine Rolle spielen, Gedankenaustausch und Wissenstransfer natürlich auf ideale Weise betreiben.

Auf dem Jakobsweg jedoch wird Gedankenaustausch durch zwischenmenschliche Beziehungen mit Gefühlen und Emotionen geprägt.

So kann das Pilgern auf dem Jakobsweg auch zur Selbstfindung sowie zum Schöpfen neuer Energien beitragen, wobei der Pilger die spirituelle Kraft dieses kulturhistorischen Pilgerweges erfahren kann.


Hinweg – Rückweg

Wo man heute seine Wanderung beginnt, entscheidet jeder Pilger für sich selbst. Entweder er wandert von zu Hause aus – wie ich in mehreren Etappen – oder nur ein Teilstück, z.B. beginnt irgendwo in Frankreich oder wandert „nur“ den „Camino Francés“ in Spanien – auch schon fast 800 km lang.

Dieser historische Weg bietet den heutigen Pilgern nicht nur landschaftliche und kulturelle Höhepunkte sondern auch genügend Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten und ist darüberhinaus besonders gut ausgeschildert.

Den Jakobsweg zu wandern bedeutet auch heutzutage körperliche Strapazen und stellt für manchen eine physische Grenzerfahrung dar.


In diesem Sinne ein herzlicher Pilgergruß!