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Alaskas Geschichte

Alaska, größter Bundesstaat der USA, der vom Nordpolarmeer, dem Pazifik sowie dem Beringmeer umgeben ist.

Im Osten grenzen die kanadischen Provinzen Yukon Territory und British Columbia an. Zum Gebiet des Bundesstaates gehören auch die Aleuten und der Alexander Archipel.

Am 3. Januar 1959 wurde Alaska als 49. Bundesstaat in die Vereinigten Staaten aufgenommen. Der Name des Staates ist von dem Wort der Aleuten für Festland "Aleyska" abgeleitet.

Als 1968 ausgedehnte Ölfelder in der Nähe von der Prudhoe Bay entdeckt wurden, stieg die wirtschaftliche Bedeutung Alaskas.

Die wichtigsten Städte sind die Hauptstadt Juneau sowie Anchorage, Fairbanks, Sitka und Ketchikan.


Der Staat Alaska

Alaska ist mit einer Gesamtfläche von 1.700.139 Quadrat-Kilometern der größte Bundesstaat der USA. Die größte Ausdehnung beträgt in Nord-Südrichtung ungefähr 1.700 Kilometer und in Ost-Westrichtung etwa 3.220 Kilometer.

Die Höhenlagen reichen von Meereshöhe bis zu 6.194 Metern auf dem Mount McKinley dem höchsten Berg Nordamerikas - die Pazifikküste ist 1.706 Kilometer lang.


Geographie

Alaska besteht aus drei landschaftlichen Einheiten:

Das Gebirgssystem entlang der Pazifikküste ist ein geologisch außerordentlich instabiles Gebiet, in dem es zu Vulkanausbrüchen und Erdbeben kommt.

Die Südküste dieses Gebirgssystems ist stark vergletschert.

Der Malaspina im Südosten Alaskas ist mit 4.275 Quadrat-Kilometern der größte außerpolare Gebirgsgletscher der Welt.

Zum mittleren Teil des Bundesstaates gehören die Becken von Yukon und Kuskokwim River. Im Norden fällt das Land von der Brookskette bis zur Küstenebene am Nordpolarmeer ab.

Alaska hat Hunderttausende von kleinen Seen. Die größten dieser Seen - Iliamma, Becharoff und Ugashik - liegen auf der Alaska-Halbinsel.


Klima

Die Südküste ist reich an Niederschlägen, die Winter sind vergleichsweise mild und durch die vielen Niederschläge konnten sich die großen Gletscher bilden.

Im Landesinneren ist das Klima kontinental und im Januar beträgt die Durchschnittstemperatur -22,8° C, wobei Extremwerte von -51,1 ° C vorkommen.

Das arktische Klima im Norden führt dazu, dass das Meer die meiste Zeit des Jahres vereist ist. Rund ein Drittel der Fläche Alaskas ist bewaldet, ebenso groß ist der Anteil der Tundra (siehe dazu das Kapitel: "Tundra und Permafrost").

Alaska besitzt eine reiche und vielfältige Tierwelt und die angrenzenden Meere haben einen großen Bestand von Walen, Pelzrobben, Walrossen und Seeottern sowie Lachs, Heilbutt, Krabben, Garnelen und andere Meerestieren.

Auch Bären und verschiedene Arten von Schneehühnern sind weit verbreitet. Im Norden stellen im Sommer die riesigen Schwärme von Moskitos eine Plage dar.


Bevölkerung

Alaska zählt etwa 660.000 Einwohner, wobei seit 1980 die Einwohnerzahl um 40% gewachsen ist.

Die Bevölkerungsdichte beträgt ca. 0,40 Einwohner pro Quadrat-Kilometer.
Zu den Minderheiten gehören die etwa 44.000 Eskimos (ungefähr 8,1% der Gesamtbevölkerung), etwa 31.000 sind Indianer (5,7%) und 10.000 sind Aleuten (1,8%).

Zur Urbevölkerung von Alaska zählen u.a. die Aleuten, die Tlingit, die Haida und die Athapasken.


Bildung und Kultur

Die erste Missionsschule wurde 1876 in Wrangell von Presbyterianern gegründet. Heute werden öffentliche Schulen vom Bundesstaat und den Kommunen unterhalten.

Ende der achtziger Jahre umfasste das öffentliche Bildungssystem 207 Grund- und weiterführende Schulen. Die jährlichen Schülerzahlen lagen in den Grundschulen bei etwa 81.7000 und in den weiterführenden Schulen bei 27.600. Etwa 5.000 Kinder besuchten Privatschulen. Die Studentenzahl beträgt etwa 28.600.


Sehenswürdigkeiten

Beliebte Ausflugsziele sind die Naturschutzgebiete und Nationalparks von Denali und Glacier Bay sowie russische Siedlungen aus dem 18. Jahrhundert, z.B. auf Kodiak und bei Sitka.

Der Klondike Goldrush National Historical Park in Skagway erinnert an die Zeiten des Goldrausches von 1897 bis 1898.

Das Anchorage Museum of History and Art besitzt hervorragende Sammlungen zur Geschichte Alaskas und der Kunst der Ureinwohner.

Im University of Alaska Museum in Fairbanks finden sich umfangreiche Ausstellungen zur Archäologie und zur Tierwelt Alaskas.


Sport und Erholung

Alaskas beliebtestes Erholungsgebiet ist der Denali National Park in dem Wandern, Bergsteigen und Skifahren beliebte Freizeitbeschäftigungen sind.

Im Winter sind auch die Hundschlittenrennen viel besuchte Veranstaltungen (siehe Kapitel: Iditarod-Schlittenrennen).


Verwaltung und Politik

Die Verfassung von Alaska wurde 1956 angenommen.

An der Spitze der Verwaltung steht der Gouverneur, der vom Volk für eine Amtszeit von vier Jahren und für höchstens zwei aufeinander folgende Amtszeiten gewählt wird.

Der Gouverneur ernennt die Kabinettsminister und die Gesetzgebung liegt beim Repräsentantenhaus (40 vom Volk für zwei Jahre gewählte Mitglieder) und beim Senat (20 vom Volk für vier Jahre gewählte Mitglieder).


Wirtschaft

Der wichtigste Bodenschatz ist das Erdöl aus der Prudhoe Bay, das über die 1977 fertig gestellte Trans Alaska Pipeline nach Süden transportiert wird (siehe auch Kapitel: "Trans Alaska Pipeline").

Aber auch andere Bodenschätze, die zum Teil noch nicht erschlossen sind, finden sich in Alaska, wozu z.B. Kupfer, Kohle, Erdgas und Molybdän gehören.

Für die Forstwirtschaft sind die wichtigsten Baumarten die westamerikanische Hemlocktanne, die Sitkafichte und die Zeder.

An der Küste hat der Fischfang Bedeutung und in der landwirtschaftlichen Produktion überwiegen Gewächshauserzeugnisse, Milchprodukte, Kartoffeln und Rindfleisch.


Alaska unter Rußland

Als erster Europäer erreichte Bering 1741 die Südküste Alaskas. Die Russisch-Amerikanische Kompanie erhielt 1799 das Monopol für den Pelzhandel.

Obwohl in den siebziger Jahren des 18.Jahrhunderts spanische, britische, französische und amerikanische Entdecker und Händler nach Alaska vordrangen, blieb das Land bis 1867 bei Rußland.


Alaska und die Vereinigten Staaten

1867 erwarben die USA Alaska für 7,2 Millionen US-Dollar von Rußland.

In den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts kam es wegen des Goldrausches zu einer Masseneinwanderung, während der sich die Bevölkerungszahl fast verdoppelte.

1906 erhielt Alaska eine eigene Verwaltung und 1912 den Status eines Territoriums.

In den dreißiger Jahren dieses Jahrhunderts verbesserten die Maßnahmen des "New Deal" die Arbeits- und Lebensbedingungen in Alaska.

Im Juni 1942 besetzten die Japaner die Aleuten- Inseln Attu und Kiska. Um eine Straßenverbindung nach Alaska zu erhalten, baute die Armee 1942 den Alaska Highway (siehe Kapitel: "Alaska Highway", der Alaska mit British Columbia verband.

1957 wurde Erdöl entdeckt, dessen Förderung und Verarbeitung etwa 75% der Staatseinkünfte ausmachen.


Sonstiges

1980 verabschiedete der Kongreß die "Alaska Lands Bill", ein Gesetz mit dem über 42 Millionen Hektar Land unter Naturschutz gestellt wurden.

Im März 1989 ereignete sich eine der schlimmsten Umweltkatastrophen in der Geschichte der USA: Ein Tanker der Ölfirma Exxon lief im Prince William Sund auf Grund. Dabei flossen über 40 Millionen Liter Öl ins Meer.